Welche Arten von Malware gibt es alles?

Verfasser: Cristina Nica



Wie Sie vielleicht wissen, werden mit dem Begriff Malware Schadprogramme bezeichnet, die es auf Ihre persönlichen Daten, Ihren Computer oder Ihr Betriebssystem abgesehen haben. Deshalb kämpfen Bitdefender und Bitdefender Tech-Assist unermüdlich gegen Malware. Hier wollen wir Ihnen einen Überblick geben über die verschiedenen Begriffe und darüber, wie sie verschiedene Arten von Malware-Befall (auch Infektionen genannt) erkennen.

Vielleicht haben Sie schon mal von Ihrem IT-Beauftragten gehört, dass Sie sich einen Trojaner oder Ransomware eingefangen haben. Aber was bedeutet das? In diesem Artikel erklären wir Ihnen die häufigsten Arten von Malware.



  1. Adware - Diese Art Schadsoftware zeigt Ihnen immer wieder Werbung an, um Sie dazu zu bewegen eine Vollversion oder etwas anderes zu kaufen.

    Wenn Sie Adware auf Ihrem Computer haben, erkennen Sie es an einem dem folgenden Punkte:
    • Sie wissen nicht, wie die Software, die Sie ständig nervt, auf der Computer gekommen ist, da weder Sie noch ein anderer Computerbenutzer sie installiert haben;
    • bei der Benutzung einer Anwendung fallen Ihnen Popups und Werbung auf, die bisher nicht nicht da waren;
    • in Ihrem Browser tauchen plötzlich unbekannte Suchmaschinen, Startseiten oder Umleitungen von normalen Websites auf verdächtige auf;
    • Sie können die Software nicht deinstallieren, egal was oder wie oft Sie es versuchen.

    Dieser Art Malware ist schädlich, da sie Ihren Computer merklich bremsen und/oder Ihre Internetverbindung durch ständiges Herunterladen der Werbung überlasten kann. Hauptsächlich geht sie Ihnen aber auf die Nerven! Bitdefender kann hier Abhilfe schaffen. Wenn Sie also den Eindruck haben, Adware auf Ihrem Computer zu haben, installieren Sie Bitdefender und starten Sie einen Scan.
  2. Backdoor-Trojaner - Über diese Art Schad-Software können Dritte unbemerkt über das Internet auf Ihren Computer zugreifen. Inwiefern das gefährlich ist, wird Ihnen sicher sofort klar.

    Eine solche Infektion kann man sich auf mehrere Arten holen: z. B. wenn Sie eine Spam-E-Mail öffnen, die infiziert ist, oder wenn Ihnen ein alter Freund eine Bilddatei mit der Endung EXE schickt, die in Wirklichkeit eine ausführbare Datei ist. Süßes_Kätzchen.exe z. B. ist auf jeden Fall kein Bild, da die Datei keine anerkannte Bild-Dateiendung wie zum Beispiel JPEG hat, sondern EXE (kurz für "executable file"; zu deutsch: ausführbare Datei).

    Sobald ein Trojaner geöffnet und ausgeführt wird, nistet er sich in der Autostartroutine des Computers ein und wird ab dann bei jedem Start von Windows ausgeführt. Und sobald der Computer dann eine Verbindung mit dem Internet herstellt, erhält der Urheber des Trojaners vollen Zugriff auf Ihren Computer und kann z. B. Programme deinstallieren, Aktivierungsdaten abrufen, Lizenzschlüssel für kostenpflichtige Programme kopieren, Ihre vertraulichen Daten einsehen und Vieles mehr.

    Um sich vor dieser Art Bedrohung zu schützen, sollten Sie dafür sorgen, dass Ihr System immer auf dem neuesten Stand ist (Windows, Java und andere Programme, die von Schwachstellen als Einfallstoren fungieren können) und ein Virenschutzprogramm mit einer Firewall installiert haben. Eine Firewall kann einen Trojaner daran hindern, aufs Internet zuzugreifen, und so sein größtes Schadenspotenzial unterbinden.

  3. Vorgetäuschte Virenschutzprogramme - eine Infektion, die Ihnen vorgaukelt, dass Ihr Antivirenprogramm neue Malware gefunden hat, diese aber erst nach einem kostenpflichtigen Update beseitigen könne.

    Es mag aussehen oder klingen wie ein Virenschutzprogramm, es ist aber definitiv keins. Wenn zum Beispiel die Virenschutz-Software, die Sie aus dem Internet heruntergeladen haben und die Stein und Bein schwor, kostenlos zu sein, plötzlich immer wieder Benachrichtigungen einblendet, dass eine kostenpflichtige Registrierung nötig ist. Diese Art von Schad-Software wird auch als Scareware bezeichnet (von engl. "scare" = Angst einjagen). Sie gaukelt Ihnen vor, dass Ihr Computer in größter Gefahr ist, damit Sie sofort panisch die angebliche Vollversion kaufen, um die Bedrohung zu beseitigen.

    Wenn eine etablierte Virenschutz-Software Ihnen eine kostenlose Version zur Verfügung stellt (wohlgemerkt eine kostenlose Version, keine Testversion), muss sie auch weiterhin kostenlos bleiben. Wenn dies also nicht der Fall ist, sollten Sie misstrauisch werden.

    Üblicherweise wird diese Art von Schadprogrammen von bösartigen Websites in der Form eines Virenscans auf Ihrem Computer installiert, wobei vorgegeben wird, dass viele infizierte Programme gefunden wurden, die bereinigt werden müssen. Normalerweise handelt es sich lediglich um eine EXE-Datei, die beim Start von Windows ausgeführt wird, und die Sie einfach löschen und damit beseitigen können. Immer öfter werden solche angeblichen Virenschutzprogramme jedoch mit Trojanern gekoppelt, was sie deutlich gefährlicher macht.

    Sorgen Sie dafür, dass ein aktuelles Virenschutzprogramm auf Ihrem Computer läuft. Dann sind Sie sicher.

  4. Ransomware– Diese Art Malware verweigert Ihnen den Zugriff auf Ihre Dateien oder den gesamten Computer, bis Sie ein Lösegeld (engl.: „ransom“) bezahlen.

    Im Gegensatz zu den vorigen Arten von Infektionen, die „nur“ Ihre Daten beschädigen oder löschen, nimmt Ransomware sie - gesperrt durch ein Passwort - gewissermaßen als Geisel, bis ein bestimmter Betrag, meist höhnisch als „Gebühr“ bezeichnet, gezahlt wird. Wenn Sie bezahlen, bekommen Sie mit viel Glück tatsächlich ein Passwort und somit wieder Zugriff auf Ihre Daten. Wahrscheinlicher ist aber, dass Sie jetzt nicht nur Ihre Daten, sondern auch noch Ihr Geld los sind.

    Das Passwort für diese Malware ist meist in ihrem Programmcode selbst gespeichert. In einigen Fällen können Malware-Spezialisten das Passwort herausfinden und Ihnen so helfen, aber immer öfter wird das Passwort asymmetrisch verschlüsselt (d.h. die Daten werden mit einem Passwort verschlüsselt, das im Programmcode gespeichert ist, es wird aber ein ganz anderes benötigt, um die Daten wieder zu entschlüsseln).

    Unterschiedliche Ransomeware-Programme verlangen verschiedene Dinge im Austausch für die Freigabe Ihrer Daten. Sie sollten in keinem Fall auf so eine Forderung eingehen, sondern umgehend Ihren Virenschutz-Hersteller kontaktieren.

  5. Rootkits - Diese Art von Infektion ist weit verbreitet und fungiert eigentlich als Tarnung für tatsächlich schädliche Prozesse im Hintergrund.

    Rootkits sind dazu da, die schädlichen Programme, die auf Ihrem System ihr Unwesen treiben (Daten sammeln, Passwörter stehlen, usw.), zu verstecken. Deshalb können Sie davon ausgehen, dass, wenn Sie verschiedene Malware-Infektionen auf Ihrem System feststellen, auch ein Rootkit irgendwo ist, das die bösartigen Aktivitäten zu tarnen versucht. Wenn Sie keine Virenschutzlösung auf Ihrem Computer installiert haben, werden Sie wahrscheinlich nie erfahren, dass Ihr System infiziert ist.

    Deshalb, und aus all den oben genannten Gründen, empfehlen wir, ein Virenschutzprogramm zu installieren und dieses immer auf dem neuesten Stand zu halten. Sie können sich auch jederzeit an den Hersteller Ihres Virenschutzprogrammes wenden, wenn Sie befürchten, dass auf Ihrem Computer etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

    Wenn Ihr PC Probleme macht, wenden Sie sich vertrauensvoll an Bitdefender Tech-Assist. Wir sind ein Team von Computerexperten, die jederzeit gezielt und persönlich auf Ihr Problem eingehen. Tech-Assist ist rund um die Uhr verfügbar.

    P.S.: Wenn Sie diesen Beitrag interessant fanden, interessiert Sie vielleicht auch Wie Sie ein vorgetäuschtes Virenschutzprogramm entfernen und Wie Sie die „Polizei“-Ransomware entfernen.