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So erstellen Sie eine Rettungs-CD mit Bitdefender Rescue CD

Bitdefender Rescue CD ist ein kostenloses Programm, das Ihren Computer in einer sicheren Umgebung scannt, ohne dass das Betriebssystem geladen werden muss. Dank automatischer Updates ist der Scanner in der Lage, selbst die neuesten Malware-Gefahren zu finden und zu beseitigen.

Um Ihren Computer mit Bitdefender Rescue CD zu scannen, müssen Sie erst eine Rettungs-CD auf einem bootfähigen Gerät oder an einem übers Netzwerk zugänglichen Speicherort erstellen.

Bitdefender Rescue CD auf einer bootfähigen CD einrichten

Um eine bootfähige Rettungs-CD zu erstellen, benötigen Sie das ISO-Image, eine leer CD oder DVD, ein Brennprogramm. Befolgen Sie dann die folgenden Schritte:

  1. Laden Sie das ISO-Image, das die Rescue-CD-Dateien enthält, von der Bitdefender-Download-Seite herunter und speichern Sie es auf einem nicht infizierten Computer.
  2. Legen Sie eine leere CD ins CD/DVD-Laufwerk.
  3. Öffnen Sie Ihr CD/DVD-Brennprogramm. Wenn Sie keins haben, können Sie das Freeware-Programm InfraRecorder kostenlos herunterladen und installieren.
  4. Laden Sie das ISO-Image und brennen Sie es auf die CD/DVD.
    Zum Beispiel:
    1. Öffnen Sie InfraRecorder.
    2. Klicken Sie auf die Schaltfläche WriteImage. Ein Fenster wird geöffnet.
    3. Navigieren Sie zu dem Speicherort, an dem Sie die ISO-Datei gespeichert haben.
    4. Markieren Sie die Datei und klicken Sie auf Open. In einem Konfigurationsfenster werden die empfohlenen Einstellungen für die aktuelle Aufgabe angezeigt.
    5. Klicken Sie auf OK. Wenn der Brennvorgang abgeschlossen ist, wird die CD automatisch ausgeworfen.
  5. Jetzt können Sie den infizierten Computer mit der gerade gebrannten CD starten.

Näheres zur Verwendung der Rettungs-CD erfahren Sie in diesem Artikel.

Bitdefender Rescue CD auf einem bootfähigen USB-Gerät einrichten

Sollte der infizierte Computer kein CD/DVD-Laufwerk haben, können Sie auch einen USB-Stick verwenden. Bitdefender bietet das kostenlose, quelloffene Programm Stickifier an, um mit Rescue CD einen bootfähigen USB-Stick zu erstellen.

Laden Sie Stickifier über den folgenden Link herunter:

So speichern Sie Rescue CD mit Stickifier auf einem USB-Stick:

  1. Öffnen Sie Stickifier. Ein Assistent wird Sie durch die nötigen Schritte leiten.
    Zunächst müssen Sie angeben, woher das ISO-Image bezogen werden soll:
    • Download from the Internet - Über Stickifier das Image direkt auf dem eigenen Computer speichern. Über die Schaltfläche Browse können Sie den Zielordner angeben.
    • Select an existing ISO image - ein bestehendes ISO-Image wählen, das Sie zuvor von der Bitdefender-Download-Seite. heruntergeladen haben. Über die Schaltfläche Browse können Sie den Quellordner angeben.

  2. Klicken Sie auf Next. Im folgenden Fenster müssen Sie das gewünschte USB-Laufwerk angeben, auf dem die Rescue-CD-Dateien gespeichert werden sollen.

  3. Stecken Sie das USB-Laufwerk in einen USB-Anschluss des Computers und wählen Sie in der Klappliste den entsprechenden Laufwerkbuchstaben.

    Beachten Sie: Bevor Sie das USB-Laufwerk mit dem Computer verbinden, sollten Sie sich vergewissern, dass es die im aktuellen Fenster genannten Voraussetzungen erfüllt.

    Wenn der Laufwerkbuchstabe nicht in der Liste auftaucht, klicken Sie auf die Schaltfläche Refresh.
  4. Klicken Sie auf Next. Die Installation wird gestartet. Der Fortschrittsbalken zeigt den Verlauf des Installationsvorgangs an.
  5. Klicken Sie nach Abschluss der Installation auf Finish. Das USB-Laufwerk ist jetzt bereit für den infizierten Computer.

Näheres zur Verwendung der Rettungs-CD erfahren Sie in diesem Artikel.

Bitdefender Rescue CD über das Netzwerk nutzen

Um Rescue CD aus der Ferne über PXE (Preboot eXecution Environment) zu starten, benötigen Sie die folgende Dienste in Ihrem Netzwerk:

  • einen DHCP-Server
  • einen TFTP-Server
  • einen NFS-Server
  • PXE-fähige Netzwerkkarten in den entsprechenden Maschinen

Der folgende Leitfaden hilft Ihnen dabei, einen rudimentären PXE-Server auf einer Ubuntu-Server-Maschine einzurichten. Die Befehle sollten funktionieren (mit minimaler Anpassung), egal welche Distribution Sie verwenden.

1. Den Quellordner vorbereiten

  1. Bevor Sie die nötigen Pakete installieren, müssen Sie ein Verzeichnis erstellen, das als Root-Verzeichnis des TFTP- und des NFS-Servers dient:
    # mkdir -p /srv/tftp
  2. Extrahieren Sie die Dateien aus der Rescue-CD-ISO-Datei und speichern Sie sie im soeben erstellen Verzeichnis:
    # mkdir -p /srv/tmp
    # mount -t iso9660 -o loop /path/to/rescuecd.iso /srv/tmp
    # cp -r /srv/tmp/* /srv/tftp
    # umount /srv/tmp
    # rm -rf /srv/tmp

2. Installation der für den PXE-Server nötigen Pakete

Installieren Sie mit den folgenden Befehlen die Pakete:
# apt-get update
# apt-get install tftpd-hpa nfs-kernel-server isc-dhcp-server

3. TFTP konfigurieren

  1. Erstellen Sie eine MAP-Datei für den TFTP-Server, mit der Windows-Pfade (\\) in Linux-Pfade (/) umgewandelt werden:
    #touch /etc/tftpd.map

    Fügen Sie die folgende Zeile in die Datei /etc/tftpd.map ein:

    rg \\ /
  2. Die Konfigurationsoptionen für den TFTP-Server sind hier gespeichert: /etc/default/tftpd-hpa.
    Bearbeiten Sie die Datei, sodass Sie wie folgt aussieht:

    TFTP_USERNAME="root"
    TFTP_DIRECTORY="/srv/tftp"
    TFTP_ADDRESS="0.0.0.0:69"
    TFTP_OPTIONS="--secure --verbose -vvvv -m /etc/tftpd.map"

    Beachten Sie: Sie sollten --verbose in TFTP_OPTIONS bis Sie sicher sind, dass die Einrichtung erfolgreich war. Dadurch wird tftpd-hpa verschiedene nützliche Meldungen in /var/log/syslog speichern. Wenn alles eingerichtet ist und funktioniert, können Sie diese Option entfernen, um die Protokollmenge zu reduzieren.

  3. Starten Sie den TFTP-Dienst neu, um die Änderungen anzuwenden:

    # service tftpd-hpa restart

4. NFS konfigurieren

  1. Damit der Ordner übers Netzwerk eingehängt werden kann, müssen Sie die folgende Zeile in /etc/exports einfügen:

    /srv *(ro,nohide,insecure,no_root_squash,no_subtree_check)
  2. Starten Sie den/die NFS-Daemon(s) neu:
    # service nfs-kernel-server restart

5. DHCP konfigurieren

  1. Bearbeiten Sie die Konfigurationsdatei /etc/dhcp/dhcpd.conf nach dem folgenden Beispiel:

    ddns-update-style none;
    default-lease-time 86400;
    max-lease-time 604800;
    option time-offset -18000;
    authoritative;
    log-facility local7;
    allow booting;
    allow bootp;

    option arch code 93 = unsigned integer 16;

    subnet 192.168.0.0 netmask 255.255.255.0 {
    get-lease-hostnames on;
    use-host-decl-names on;
    range 192.168.0.10 192.168.0.100;
    option routers 192.168.0.1;
    option subnet-mask 255.255.255.0;
    option broadcast-address 192.168.0.255;
    option root-path "192.168.0.1:/srv/tftp";
    if option arch = 00:07 {
    filename "/EFI/BOOT/BOOTx64.EFI";
    } else {
    filename "/grub.pxe";
    }
    next-server 192.168.0.1;
    }

    Beachten Sie:

    • Passen Sie die Optionen domain-name und domain-name-servers an Ihr Netzwerk an.
    • Die Befehle allow booting und allow bootp sind essenziell für das korrekte Funktionieren der PXE. Sie müssen auf jeden Fall vorhanden sein, egal wie Sie die Konfiguration abändern.
    • Passen Sie die Definitionen subnet und range an Ihr Netzwerk an.
    • Achten Sie BESONDERS auf die Option root-path. Damit Rescue CD über PXE booten kann, MUSS diese Option vorhanden sein, und in ihr muss die IP-Adresse des NFS-Servers und der Einhängepunkt, an den die Rescue-CD-Dateien extrahiert wurden, eingerichtet sein.
    • Die Option filename gibt den Pfad auf dem TFTP-Server an, von dem die PXE-Firmware den GRUB-Bootloader lädt. In diesem Konfigurationsbeispiel exportieren der TFTP-Server und der NFS-Server dasselbe Root-Verzeichnis, das ist jedoch nicht notwendig (sie können an unterschiedlichen Orten eingerichtet sein).
  2. Wenn Sie Ihre DHCP-Konfiguration fertig eingerichtet haben, starten Sie den Daemon neu: # service isc-dhcp-server restart

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