Wie Sie vermeiden, Ihre Kinder auf Social Media zu blamieren

von Das Bitdefender Team, veröffentlicht am 27 Februar 2019

Ihren Kindern sagen Eltern oft „denk nach, bevor du etwas im Internet postest“. Aber viele täten gut daran, sich selbst öfter daran zu erinnern. Denn wenn Eltern sich über ihre Kinder freuen oder stolz auf sie sind, teilen sie das nur allzu gern über Tweets, Bilder auf Facebook oder Videos auf YouTube mit „der ganzen Welt“.

 

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Wenn auch Sie also Social Media nutzen und Bilder von oder Informationen über Ihre Kinder posten möchten, fragen Sie sie erst, ob sie damit einverstanden sind.

Hier sind ein paar Fettnäpfchen, vor denen Sie sich hüten sollten:

1. Geben Sie nicht mit Ihrer ach so schönen Familie auf Plattformen an, auf denen Ihre Kinder (und deren Freunde) es sehen könnten. Einige große Momente im Leben sind sicher würdig, bekannt gemacht zu werden, aber Eltern erzählen auch gern von „kleinen“ Momenten aus dem Privatleben. Wenn Ihr Kind alt genug ist, fragen Sie es, ob es etwas dagegen hat, wenn Sie von diesem oder jenem Ereignis erzählen. Wenn es noch kleiner ist, fragen Sie sich, wie es reagieren wird, wenn es die Bilder oder Posts später im Internet sieht (denn das Internet vergisst bekanntlich nicht)

2. Hinterlassen Sie keine persönlichen Nachrichten auf der Facebook-Pinnwand Ihrer Kinder. Wenn Sie wissen wollen, was das Kind zum Abendessen will, sie ihm einen Link zu einem lehrreichen Artikel weiterleiten oder ein motivierendes Zitat schicken möchten, nutzen Sie einen privaten Kanal. Rufen Sie an, schreiben Sie eine private Nachricht, oder sprechen Sie einfach mit ihm, wenn es nach Hause kommt. Ebenso sollten Sie in der Öffentlichkeit (in der realen wie in der virtuellen) keine Kosenamen verwenden (Maus, Spatz und dergleichen).

3. Hinterlassen Sie keine Likes („Gefällt mir“, „Daumen hoch“ etc.) und Kommentare unter den Posts Ihrer Kinder. Ihre Kinder wissen auch so, dass Sie sie lieben und in allem, was sie tun, unterstützen. Sie müssen das nicht auch noch über Social Media zum Ausdruck bringen. Halten Sie sich mit GIFs, Stickern und Emojis also zurück.

4. Posten Sie keine peinlichen Bilder von Ihren Kindern und markieren Sie sie nicht in Ihren. Wir alle erinnern uns nur zu gut an die unbeschreibliche Peinlichkeit, wenn unsere Eltern private Fotos von uns jedem Besuch unter die Nase hielten. Damals waren es immerhin nur Einzelne, die die Bilder sahen. Online können es leicht Hunderte sein.

5. Kontaktieren Sie die Freunde Ihrer Kinder nicht über Social Media. Außer im absoluten Notfall sollten Sie nicht versuchen, „cool“ zu sein und Beziehungen zu Freunden Ihrer Kinder online aufzubauen, vor allem nicht ohne das Wissen Ihrer Kinder.

6. Schicken Sie dem Freund/der Freundin Ihres Kindes keine Freundschaftsanfrage über Facebook und kommentieren Sie dessen/deren Posts nicht, bevor Sie ihn/sie überhaupt kennen gelernt haben. Spionieren Sie ihm/ihr auch nicht online hinterher.

7. Schreiben oder posten Sie nicht online über Fragen und Probleme aus Ihrem Familienleben (und wenn, dann nur anonym). Ein verzweifeltes Selfie vor dem Hintergrund des unaufgeräumten Kinderzimmers ist zum Beispiel keine gute Idee.

Für Eltern gilt online im Prinzip derselbe Ratschlag wie offline: Lassen Sie den Kindern ihren Raum und betüddeln Sie sie nicht.

Das Bitdefender Team

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