Was Eltern über Kik wissen sollten

von Das Bitdefender Team, veröffentlicht am 30 Januar 2019

Hier klären wir drei wichtige Fragen, die Eltern über Kik wissen sollten: Was ist Kik ? Ist Kik für Kinder geeignet? Wie können wir unsere Kinder auf Kik schützen?

Was ist Kik?

Kik ist eine Messenger-App, über die Benutzer Kurznachrichten, Sprachnachrichten, Videos und Fotos mit Freunden, Fremden, Marken, Prominenten und Medien austauschen können. In Kik kann man auch Spiele spielen, Musik hören, Memes erstellen, Videos gucken und im Internet surfen.

Kik ist insofern anders als andere Messenger-Dienste, als die Konten auf Benutzernamen basieren und nicht auf Telefonnummern. Das macht es leicht, anonym ein Konto zu erstellen. Benutzer können zu zweit kommunizieren oder in Freundesgruppen oder in Gruppen zu gemeinsamen Interessen wie Sport, Videospiele, Tanz oder Politik. Man kann auch mit sog. „Bots“ interagieren. Ein Bot ist ein Computerprogramm, über das Entwickler, Marken oder Kik selbst automatisiert mit Kik-Benutzern kommunizieren können.

Über die Funktion „Leute finden“ können auch Chats mit Fremden angefangen werden. Jeder Kik-Benutzer hat auch einen Code, der dem eigenen Konto zugeordnet ist. Dieser Code kann von anderen mit der Smartphone-Kamera gescannt werden, um einen Chat zu starten.

Laut der Bitdefender-Studie „Teens and online Threats“ („Jugendliche und Online-Gefahren“) vom Dezember 2017 nutzen 35 % der befragten Kinder zwischen 12 und 16 Jahren die App.

Ist Kik für Kinder geeignet?

Die Hauptgefahr für Kinder geht davon aus, dass sie anonym von Fremden kontaktiert werden können. Nachdem mehrere Fälle gemeldet wurden, in denen Kinder von Fremden nach Nacktfotos gefragt wurden, bekam die App einen schlechten Ruf als Lieblings-App für Pädokriminelle.

Wie in anderen Social-Media-Apps besteht auch hier die Gefahr, mit nicht altersgemäßen Inhalten in Kontakt zu kommen. In Kik können solche Inhalte sogar mithilfe der erwähnten Bots verschleiert werden, was dazu führt, dass Kinder sogar unbeabsichtigt solche Inhalte sehen bzw. lesen können.

Die große Anonymität senkt auch die Hemmschwelle, andere durch negative Kommentare zu belästigen, sei es im Zweier- oder im Gruppen-Chat. Das macht Kik für Kinder und Jugendliche noch riskanter als andere Apps.

So können Sie Ihre Kinder auf Kik schützen

Am besten erklären Sie Ihren Kindern, warum sie Kik nicht benutzen dürfen (siehe oben).

Wenn Ihr Kind dennoch darauf besteht, sollten Sie mindestens bestimmte Grenzen setzen und Regeln festlegen:

1. Erklären Sie Ihren Kindern, was sie beachten müssen, um sich sicher im Internet zu bewegen.

2. Schärfen Sie Ihren Kindern ein, niemals mit Fremden zu chatten.

3. Vermitteln Sie Ihnen die Wichtigkeit, anderen niemals intime Fotos oder andere persönliche Informationen (Name, Adresse, aktueller Aufenthaltsort, Kreditkartennummern) zu senden.

4. Erklären Sie Ihren Kindern, wie sie andere Benutzer blockieren und melden können und welche Einstellungen sie in der App vornehmen können, um ihre Privatsphäre so gut wie möglich zu schützen.

5. Überlegen Sie, ob Sie eine Kindersicherungs-App auf den Geräten Ihrer Kinder installieren möchten, um altersgemäße Filter und Sperren einrichten und so die Sicherheit Ihrer Kinder online noch besser gewährleisten zu können.

Das Bitdefender Team

Bitdefender ist Softwareentwickler einer der branchenweit schnellsten und effizientesten Produktlinien international zertifizierter Sicherheitssoftware.