Sicherheitsausblick: 2018 ist mit ausgeklügelter Ransomware und mehr IoT-Bedrohungen zu rechnen

von Liviu Arsene, veröffentlicht am 01 Januar 2018

Das neue Jahr 2018 hat gerade erst begonnen und wir können mit Fug und Recht sagen, dass 2017 im Hinblick auf Sicherheitsvorfälle ganz und gar nicht langweilig war. Im Gegenteil: Einige Malware-Angriffe waren so gravierend, dass fast alle Länder der Erde betroffen waren, und gleichzeitig gerieten durch Datendiebstahl die persönlichen Daten von mehreren hundert Millionen von Nutzern weltweit in Gefahr.

Für 2018 müssen wir definitiv mit einem weiteren Anstieg der Exploit-Anzahl rechnen, denn wir haben jetzt gesehen, wie mächtig sie sein können, wenn sie mit wurmartigem Verhalten als Waffe eingesetzt werden. Man braucht nur an WannaCry und andere, ähnliche Varianten zu denken, mit denen die Computer weltweit wahllos zur Zielscheibe wurden.

Obwohl Spam beileibe kein neues Phänomen ist und bereits 60 Prozent des gesamten E-Mail-Datenverkehrs weltweit ausmacht, wird es einer der effektivsten Angriffsvektoren zur Infektion mit Ransomware, Banking-Trojanern und anderen Bedrohungen bleiben. Spam wird uns auch 2018 auf Schritt und Tritt verfolgen, entweder mit bösartigen Mail-Anhängen oder mit verdächtigen Links.

Da die Anzahl von Geräten, die mit dem Internet verbunden sind (IoT-Geräte), ständig steigt, haben die Cyberkriminellen begonnen, ihre Aktivitäten auch auf diese Geräte auszuweiten. Das Mirai-Botnet, das die Kontrolle über etwa 100.000 IoT-Geräte übernahm und mit ihrer Hilfe einen der größten Anbieter von DNS-Diensten in die Knie zwang, zeigt, dass es bei der Sicherheit für diese Geräte nach wie vor hapert, und dass sie den Cyberkriminellen ziemlich hilflos ausgeliefert sind. Zwar sind schon jetzt einige Varianten von Mirai aufgetaucht, aber es ist damit zu rechnen, dass IoT-Geräte dieses Jahr häufiger zum Ziel von immer ausgeklügelteren Angriffen werden.

Es gibt immer wieder Leute, die behaupten, Mac OS sei immun gegen Malware, aber die jüngsten Entwicklungen haben gezeigt, dass Ransomware, Trojaner und andere Arten von Fernzugriffs-Trojanern ihren Weg auch auf das Mac OS von Apple finden. Seien es beliebte Apps, die von Hackern manipuliert wurden und zur Verbreitung von Malware verwendet werden, oder Scareware, die dem Benutzer vorgaukelt, sie würde den Computer „reparieren“: 2018 werden wir mit Sicherheit mehr Bedrohungen erleben, die auf Mac OS abzielen.

Leider ist damit zu rechnen, dass die Zukunft immer höher entwickelte und raffiniertere Ransomware hervorbringen wird und dass möglicherweise sogar die Rechnerleistung des Grafikprozessors genutzt wird, um die Verschlüsselung der Dateien auf dem befallenen Rechner zu beschleunigen. Da die Cyberkriminellen 2017 mit Ransomware so viel Geld verdienen konnten, werden Plattformen, auf denen sie als Service angeboten wird, diese Art der Schadsoftware für Hacker noch besser zugänglich machen, sodass die Anzahl und Komplexität der Ransomware-Exemplare 2018 deutlich ansteigen wird.

Diese Bedrohungen sind allerdings nicht die einzigen, vor denen wir uns 2018 hüten müssen. Grundsätzlich gilt, dass die Entwickler von Malware dank verbesserter Verschleierungstechniken immer raffiniertere Schadprogramme unter die Leute bringen werden.

Somit ist es für alle Computernutzer mehr als jemals zuvor ein Muss, ihre gesamte Software und das Betriebssystem mit Sicherheits-Updates und Patches ständig auf dem neuesten Stand zu halten und eine Sicherheitslösung zu installieren, mit der sie vor Online-Bedrohungen und ausgeklügelter Malware verschont bleiben.

Besitzer von IoT-Geräten müssen nicht nur sicherstellen, dass die Software ihrer Geräte immer auf dem aktuellen Stand ist, sondern sie sollten auch eine integrierte Sicherheitslösung für ihr Heimnetzwerk einsetzen, die nicht nur den „intelligenten“ Kühlschrank, das Smart-TV-Gerät und alle anderen Geräte schützt, sondern die Nutzer auch in die Lage versetzt, die richtigen Entscheidungen im Hinblick auf die Sicherheit Ihres Heimnetzwerks zu treffen.

Liviu Arsene

Liviu Arsene is the proud owner of the secret to the fountain of never-ending energy. That's what's been helping him work his everything off as a passionate tech news editor for the past couple of years.