Bericht: Russland missbraucht Social Media um die Europawahl zu beeinflussen

von Das Bitdefender Team, veröffentlicht am 16 Mai 2019

Ein kürzlich erschienener Bericht legt nahe, dass russische Akteure zunehmend Falschinformationen über Social-Media-Kanäle streuen um die bevorstehende Europawahl zu beeinflussen.

 

Kurz vor den Wahlen zum Europäischen Parlament verstärken russische Akteure offenbar ihre Bemühungen, Zwietracht in der Europäischen Union zu sähen. So lautet das Ergebnis einer Untersuchung durch SafeGuard Cyber, ein auf Social Media spezialisiertes Sicherheitsunternehmen.

Laut dem Bericht werden aus Russland sowohl von staatlicher als auch von nichtstaatlicher Seite Falschinformationskampagnen lanciert, um die politische Wahrnehmung in Ländern der EU zu verändern und somit das Ergebnis der Europawahl Ende Mai zu beeinflussen.

Über einen Zeitraum von zehn Tagen registrierten die Sicherheitsexperten 6700 Quellen, die polarisierende digitale Inhalte posteten oder teilten. Diese Inhalte erreichten mehr als 241 Millionen Benutzer – das entspricht fast der Hälfte der EU-Bevölkerung.

„Der Bericht von SafeGuard Cyber enthält auch Belege dafür, dass Russland hinter diesen Falschinformationskampagnen steckt. Tracking Bots, Trolle und andere zwielichtige Akteure wurden mit 52 Risikosignaturen abgeglichen, die Teil des maschinell lernenden Erkennungstools des Unternehmens sind“, so die Pressemeldung von SafeGuard Cyber.

Auf der Suche nach Verbindungen zwischen diesen Kampagnen und aktuellen Ereignissen führt der Bericht als Beispiel einen Artikel an, in dem der französische Präsidenten Emanuel Macron in die Zukunft blickt. Am Tag, nachdem Macron seine Zukunftsvisionen für Europa veröffentlicht hatte, stiegen laut dem Bericht Inhalte, die Frankreichs Präsidenten in Misskredit bringen sollten, um 79 Prozent an.

„Der Bericht unterstreicht die Gefahren von Fehlinformationen“, erklärt EU-Kommissar Sir Julian King, der seit längerem auf EU-Ebene gegen Falschinformationen im Internet vorgeht.

„Weder von staatlicher noch von nichtstaatlicher Seite wird gezögert, das Internet dazu zu missbrauchen, störend in unsere demokratischen Prozesse einzugreifen. Im vergangenen Jahr haben wir viel in unserem Kampf gegen diese Bedrohung erreicht. Doch es bleibt noch viel zu tun, von allen Beteiligten, auch den großen Online-Plattformen – wir müssen die Sicherheit unserer Wahlen gewährleisten, das ist essenziell“, schließt King.

In der Analyse, die dem Bericht zugrunde liegt, werden die erwähnten Akteure in die Kategorien bösartig, verdächtig, Falschinformation und Bot eingeteilt. SafeGuard Cyber veröffentlichte auch im letzten Jahr einen Bericht, der aufzeigte, wie Bots – angeblich auch russischer Provenienz – Benutzer durch Social Engineering manipulierten und sich deren Vertrauen erschlichen. Laut SafeGuard Cyber belegt der diesjährige Bericht, dass dieselben Taktiken weiterhin

Das Bitdefender Team

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