5 Tipps zum Sichern Ihrer Konten in den sozialen Medien

von Das Bitdefender Team, veröffentlicht am 08 November 2017

Begleitend zum National Cyber Security Awareness Month in den USA, in dem die Öffentlichkeit für das Thema Cybersicherheit sensibilisiert werden soll, veröffentlicht Bitdefender eine Reihe von Artikeln über Top-Themen.

So erfahren Sie z. B., wie Sie Ihre Konten in den sozialen Medien effektiv sichern oder die immer häufiger auftretenden Online-Bedrohungen in den Griff bekommen. Wie empfehlen Ihnen, diesen Blog zu Ihren Lesezeichen hinzuzufügen oder Bitdefender auf Facebook oder Twitter zu verfolgen, damit Sie auch die Nachfolgeartikel, die zahlreiche weitere Sicherheitstipps enthalten, jeweils sofort nach ihrer Veröffentlichung lesen können.

Egal, ob Sie Ihre Konten in den sozialen Medien für berufliche Zwecke nutzen oder um mit Freunden und Familienmitgliedern in Verbindung zu bleiben – wenn Ihr Konto gehackt wird, haben Sie ein Problem. Von Urlaubsfotos über persönliche Unterhaltungen bis hin zu Orten, die man besucht und markiert hat: die sozialen Netzwerke wissen alles über uns. Da es eine schwierige und unübersichtliche Aufgabe ist, Unbefugte am Eindringen zu hindern, haben wir für Sie den definitiven Leitfaden zusammengestellt, um Ihre Konten zu schützen und sicherzustellen, dass Sie jederzeit alles unter Kontrolle haben.

1. Denken Sie für jedes Konto in den sozialen Medien ein schwer zu knackendes Passwort aus, das Sie nur einmal verwenden

Es ist uns bewusst, dass es schwierig ist, ein sicheres, aber gleichzeitig leicht zu merkendes Passwort zu finden, denn dieses muss so komplex sein, dass es mit Wörterbuchangriffen nicht zu knacken ist. Vermeiden Sie die Verwendung persönlicher Daten, wie beispielsweise Geburtstage, Namen von Familienmitgliedern oder Haustieren, Zahlenmustern und insbesondere das Wort „Passwort“ bzw. „‚Kennwort“. Stellen Sie Ihr Passwort aus einer Kombination von Kleinbuchstaben, Großbuchstaben, Ziffern und Interpunktionszeichen zusammen. Wenn es zu schwierig zu behalten ist, können Sie es in einem Passwortmanager speichern. Klar, wenn Sie einmal ein solches Passwort ausgetüftelt haben, würden Sie es am liebsten überall wiederverwenden. Aber davon raten wir dringend ab.

2. Nutzen Sie die Möglichkeit der Zwei-Faktor-Authentifizierung für jedes Konto in den sozialen Medien, das diese Funktion unterstützt

Die wichtigsten sozialen Netzwerke, wie beispielsweise Facebook, Twitter und YouTube oder Google+ unterstützen eine Authentifizierung in zwei Schritten. Außer Ihrem Benutzernamen und Passwort müssen Sie ein Einmalpasswort eingeben, das als SMS auf das Ihrem Konto zugeordnete Mobiltelefon gesendet wird. Selbst wenn jemand Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort knackt, kann er dann ohne das Einmalpasswort nicht auf Ihr Konto zugreifen.

Die Verknüpfung des Kontos mit Ihrem Mobiltelefon kann nicht nur unrechtmäßige Anmeldeversuche verhindern, sondern sie ist auch sehr praktisch, wenn Sie selbst wieder auf Ihr Konto zugreifen möchten, falls Sie sich einmal ausgesperrt haben.


 
3. Behalten Sie die Aktivitäten auf Ihrem Konto stets im Auge

Viele soziale Netzwerke senden Benachrichtigungen, wenn von einem neuen Gerät auf Ihr Konto zugegriffen wird, wenn Kontodaten geändert werden oder wenn mehrere gescheiterte Anmeldeversuche registriert werden. Sie erhalten diese Benachrichtigungen per E-Mail oder als Textnachrichten, je nachdem, wie Sie diesen Dienst eingerichtet haben. Behalten Sie die Aktivität auf Ihrem Konto im Blick, denn solche Änderungen sind oft das erste Anzeichen dafür, dass jemand versucht, sich unberechtigt Zugang zu verschaffen.

4. Achten Sie darauf, was Sie anklicken

Manchmal ist es der Benutzer selbst, der den Cyberkriminellen beim Versuch, sein Konto zu knacken, hilfreich zur Hand geht. Hacker versuchen, Sie unter verschiedenen Vorwänden zu veranlassen, auf einen bestimmten Link zu klicken (der in der Regel über eine Phishing-Nachricht, die an Sie gesendet wird). Darin werden Sie aufgefordert, mit einer „sofortigen Maßnahme“ zu verhindern, dass Ihr Konto vorübergehend gesperrt wird oder Sie für einen Service bezahlen müssen. Wenn Sie sich darauf einlassen und auf den Link klicken, gelangen Sie zu einer Anmeldeseite, die dem Anmeldeformular des betreffenden sozialen Netzwerks wie ein Ei dem anderen gleicht. Die angeforderten Informationen, die Sie dort eingeben, landen allerdings bei den Hackern und nicht beim sozialen Netzwerk. Gehen Sie unter keinen Umständen auf solche Forderungen mit Ultimatum ein! Wenn das soziale Netzwerk mit Ihnen kommunizieren möchte, geschieht dies in der Regel über das Benachrichtigungssystem des Dienstes und nicht per E-Mail.

5. Prüfen Sie die Apps und Browser-Add-Ons, mit Sie aktiviert haben

Es kann sein, dass Sie irgendwann einmal einer Drittanwendung, wie beispielsweise einem Online-Spiel, Zugriff auf Ihren Feed gewährt haben, damit Ihre Freunde über Ihren Punktestand auf dem Laufenden gehalten werden. Einige dieser Anwendungen können Ihr Profil lesen und an Ihrer Stelle Beiträge einstellen. Widerrufen Sie den Zugriff für Anwendungen, die Sie nicht mehr nutzen. Hierfür müssen Sie in den Einstellungen ihres sozialen Netzwerks den spezifischen Bereich für Apps aufrufen.

Dasselbe gilt für Browser-Erweiterungen. Eine bösartige Browser-Erweiterung kann sich Zugriff auf Ihren Browser-Inhalt erschleichen und ihn in Echtzeit ändern. Beispielsweise kann eine Browser-Erweiterung, die Sie installiert haben, um die Farbe in Facebook von Blau auf Rot zu ändern, Nachrichten einstellen und bösartige Links an Ihre Freunde schicken, ohne dass Sie überhaupt etwas davon wissen.

Diese Liste ist zwar nicht vollständig, aber die fünf Tipps in diesem Artikel sollten ausreichen, um Ihr Konto vor Eindringlingen zu schützen. Da sich die Bedrohungslandschaft ständig ändert und die Hacker immer wieder neue Möglichkeiten finden, um die Verteidigungslinien zu umgehen, empfehlen wir Ihnen, diesen Blog zu Ihren Lesezeichen hinzuzufügen. So erfahren Sie immer sofort, welche neuen Entwicklungen es in diesem Bereich gibt.
 

Das Bitdefender Team

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