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Strafrechtliche Ermittlungen gegen Facebook wegen Datenverarbeitungspartnerschaften

Bitdefender

April 30, 2019

Strafrechtliche Ermittlungen gegen Facebook wegen Datenverarbeitungspartnerschaften

 

Grund ist Facebooks Praxis der Datenübermittlung und seine Partnerschaften mit zahlreichen großen Tech-Unternehmen, so die New York Times. über 150 Unternehmen, darunter auch Netflix, Spotify, Apple, Microsoft, Sony und Amazon haben angeblich sogenannte „Sharing Deals“ mit Facebook getroffen, um an Nutzerdaten heranzukommen, und zwar ohne deren Wissen.

Im Rahmen der Ermittlungen wurden bereits Dokumente von großen Namen in der Smartphone- und Elektronik-Branche angefordert, die unter dem Verdacht stehen, auf Daten von mehreren hundert Millionen Facebook-Konten zugegriffen zu haben.

Die New York Times gab an, Aufzeichnungen aus dem Jahr 2017 zu besitzen, aus denen hervorgeht, dass „Facebook Microsofts Suchmaschine Bing erlaubte, die Namen der Freunde nahezu aller Facebook-Konten auszulesen … und es Netflix und Spotify ermöglichte, private Nachrichten von Facebook-Nutzern mitzulesen“.

Kurze Zeit später verteidigte Konstantinos Papamiltiadis, Director of Developer Platforms and Programs, die Partnerschaften damit, dass „keine dieser Partnerschaften oder Funktionen Unternehmen ohne Zustimmung der Betroffenen Zugriff auf Daten gewährt [habe und dass]sie nicht gegen den Vergleich mit der FTC [US-Bundeshandelskommission]von 2012 verstießen“.

Kurz zuvor hatte Papamiltiadis erklärt, dass es „bei diesem Vorgehen darum ging, Menschen zu helfen, zweierlei zu tun. Zum einen ermöglichte es Benutzern, auch über Geräte und Plattformen anderer Unternehmen wie Apple, Amazon, Blackberry und Yahoo auf ihre Facebook-Konten oder bestimmte Facebook-Funktionen zuzugreifen. Diese werden als Integrationspartner bezeichnet. Zum anderen kamen die Benutzer so in den Genuss von mehr sozialen Interaktionen – z. B. Empfehlungen von Facebook-Freunden – auch auf anderen verbreiteten Apps und Websites wie Netflix, The New York Times, Pandora und Spotify.“

Es ist nicht das erste Mal, dass gegen Facebook wegen Verdacht auf zweifelhafte Geschäftspraktiken ermittelt wird. Den Skandal um Cambridge Analytica wird sicher so schnell niemand vergessen. Der Tech-Riese könnte sich nach einigen Einschätzungen ein Bußgeld in Milliardenhöhe von der FTC einhandeln.

Datenschützern zufolge hat Facebook gegen eine Vereinbarung mit der FTC verstoßen, da es angeblich „Daten in einer für den Endkunden irreführenden Art und Weise“ weitergab. Die Behörden gehen inzwischen gleich mehreren Vorwürfen nach.

Facebook arbeitet mit den Ermittlungsbehörden zusammen.

rn

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